Bergwerk Villanders

Führungen am Donnerstag 29.12.2016, Dienstag 03.01.2017, und Donnerstag 05.01.2017, jeweils um 10:30 Uhr.

Das Bergwerk Villanders am Pfunderer Berg bei Villanders (Südtirol Italien) war im Mittelalter eines der bedeutendsten Bergabbaugebiete Tirols. Nach seiner Stilllegung Anfang des 20. Jahrhunderts geriet es in Vergessenheit. Durch die Arbeit des Kultur und Museumsvereines Villanders wurde das Bergwerk am Pfunderer Berg in den letzten Jahren renoviert und zählt nun zu den wenigen Bergwerken in Südtirol welche auch von der Öffentlichkeit besichtigt werden können.

In  geheimnisvoller Dunkelheit erhellen sich hunderte Jahre Bergwerksgeschichte von Villanders. Durchwandern Sie einmal das Stollenlabyrinth, in dem jeder Stein von den Mühen eines Bergarbeiterlebens zeugt! Der Kultur- und Museumsverein Villanders bietet Ihnen die einmalige Möglichkeit, im aufwändig restaurierten Elisabeth-Stollen ein Stück Vergangenheit zu erleben.

Innerhalb eines Höhenunterschiedes von 750 m wurden allein im  Thinnetal 16 Stollen eingetrieben. Das gesamte Streckennetz misst 16,5 km. Zwei Drittel davon wurden von Hand geschlagen und ein Drittel mit Sprengpulver (Schwarzpulver) vorangetrieben. Zur Förderung, Entwässerung und Bewetterung wurden Verbindungsschächte zwischen den verschiedenen Stollen geschaffen.

Führungen zu jeder Tages- und Nacht-Zeit auf Anmeldung

Gemälde Rotlahn Bergwerk Villanders
Gemälde Rotlahn Bergwerk Villanders

Abgebaut wurden Silber, Bleiglanz, Kupfer, Eisenkies, Zinkblende und Schwefelkies.

Vortrieb pro Bergknappe im Jahr betrug ca. 8 bis 12 m. Die Arbeit wurde meist kniend oder auf dem Rücken liegend verrichtet. Sobald man auf eine größere Erzlagerstätte gestoßen ist, wurde der Stollen für den Abtransport vergrößert. Die Lebenserwartung eines Bergknappen lag zwischen 35 und 40 Jahren.

Bergwerke in Villanders (Historisch)

Spuren des Bergbaues am Seeberg gehen bis in die Bronzezeit zurück. Am Toten (Übergang von Villanders ins Sarntal) wurden ein 3.000 Jahre alter Brandopferplatz der Bergknappen und ein urzeitlicher Schmelzplatz entdeckt. In der ältesten Bergbau-Urkunde Tirols wird das Bergwerk Villanders als „mons argenti Vilandres“ bei einer Schenkung an das neu gegründete Kloster Neustift
erwähnt (1140). Kaiser Friedrich I. Barbarossa bestätigte 1177 diese Schenkung. Die größte Blütezeit war um 1500, als die Unternehmer-Familie der Fugger aus Augsburg das Schürfrecht besaß. Eine zweite kurze Glanzperiode gab es unter den Gewerken der Familie Jenner aus Klausen um 1700. Im Jahre 1908 schloss die österreichische Regierung aus Rentabilitätsgründen das Bergwerk Villanders.

Führungen:

dienstags und donnerstags
um 10.30 und 14.50 Uhr
sonntags um 10.30 Uhr
17. April bis 5. November 2017

durch den Elisabeth- und Lorenzstollen
mittwochs um 10.30 Uhr
vom 5. Juli bis zum 30. August 2017

Individuelle Sonderführung mit Voranmeldung (zu jeder Tages und Nachtzeit auch im Winter)

oder auf Anfrage
+39 345 3115661
info@bergwerk.it

Anfrage für Führungen

Preise für Führungen


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