Aufschließung

Die Entdeckung der ersten Erzvorkommen beschränkte sich auf die Gebirgsoberfläche. Dies erfolgte entweder durch Zufallsfunde oder durch systematisches Absuchen der Gesteinsvorkommen, was meistens durch im Bergbau erfahrene Knappen geschah. Häufig kam es vor, dass man erzhaltiges Gestein in Bachläufen entdeckte, woraus man einigermaßen sicher schließen konnte, dass im Bereich des Baches irgendwo eine Erzspur zu finden sei. Hatte man dann diesen sogenannten Erzausbiss gefunden, so wurde er meist mit einem Kreuz markiert. Schließlich musste man die bergrechtliche „Verleihung“ einholen, das heißt man musste sich mit dem Fund belehnen lassen, um sich das Abbaurecht zu sichern.

 

Die Fundstelle und den darauf errichteten Einbau in Form eines Stollens oder eines Schachtes nannte man „Fundgrube“.

Solche Fundgruben kann man heute noch am Seeberg auf der Villanderer Alm finden. Unweit des prähistorischen Schmelzplatzes befindet sich ein   e breite Mulde mit drei Bergseen, von denen zwei nur seicht sind, während der dritte, der Schwarzsee, ziemlich tief zu sein scheint. Dort findet man noch einige gemauerte Stolleneingänge und Abräumhalden. Der Bach der von den Seen in Richtung Sarntal abfließt, trägt heute noch den Namen „Knappenbach“. Auch am Pfunderer Berg gibt es einen als Fundgrube bezeichneten Stollen aus unbekannter Zeit. Er liegt auf circa 1410 m Meereshöhe. Der Einbau besteht aus einem sehr breiten, bergein neigenden Tagverhau, dem große Mengen erzhaltigen Gesteins entnommen wurden. Dies ist der höchstgelegenste Stollen am Pfunderer Berg.

Das Hauptabbaugebiet am Pfunderer Berg, „Rotlahn“ genannt, wurde im Laufe der Jahrhunderte durch zahlreiche Stollen „durchlöchert“, die ein Streckennetz bis zu 1800 m erreichten (Katharina-Stollen).

Ursprünglich war man wohl auf der Suche nach den Edelmetallen Gold und Silber, in späteren Jahrhunderten hat man sich schließlich realistischerweise auf Kupfer und Zink beschränkt. Interessant ist, dass die höhergelegenen Grubenbaue älter sind als die tiefergelegenen, das heißt sie wurden in abnehmender Höhe angelegt.

 

Die Familie Fugger

Die Knappenkirche St. Anna >