Der Niedergang

Ende das 18. Jahrhundert ging das Bergwerk in Erschöpfung (Konkurs) und gehörte bis dahin der Jennerschen Gewerkschaft. Das Bergwerk ging in alleinigen Besitz des Staates über. Zu dieser Zeit war die Jahresausbeute ca. 5t Kupfer, 25t Blei und 130kg Silber, nicht gerade viel.

Zwischen 1835 und 1838 wurde im Thinnetal einPochwerk (daher der Flurname “Pucher”) und 1846 ein Quetschwerk errichtet. Weiters wurde eine neue Erzstraße nach Klausen angelegt, die 1845 vollendet wurde.

Unwetterschäden beim Pucher

August 1921

Doch es dauerte nicht lange, dass ein Unwetter das Thinnetal heimsuchte und die Straße zum Teil wegriss. Es dauerte 15 Jahre bis sich die österreichische Regierung entschloss die Thinnetalstraße wieder herzurichten und infolgedessen den Bergbau aufs neue ins Leben zu rufen. Kurz vor dem 1. Weltkrieg lies Österreich das Bergwerk endgültig auf.

Nach dem Krieg kam das Bergwerk in italienischen Besitz. Ein neuer Stollen (Viktor Emanuel – Stollen) wurde angeschlagen, in der Hoffnung auf eine große Erzausbeute. Doch wieder war es höhere Gewalt die dem Pfundererbergbau still-legte. 1921 suchte eines der größten Unwetter die Gegend um Klausen heim. Wiederum wurde die Straße und auch das Pochwerk größtenteils zerstört. Auch Klausen litt schwer unter der Überschwemmung. Angesichts dieser Umstände stellte der italienische Staat den Bergwerksbetrieb ein.

Lediglich im Zuge des 2. Weltkrieges wurden nochmals Arbeiten im Franz und Viktor Emanuel Stollen von neun italienischen und einem deutschen Knappen durchgeführt. Dies waren die letzten ordentlichen Knappen im Bergwerk Villanders  am Pfunderer Berg.

 

Die Knappenkirche St. Anna